Beginn: sofort
Ende: 31. August, 18 Uhr

** Studierende sammeln Althandys für Menschenrechte **
Die Studierendenschaft der Ruhr-Universiät Bochum beteiligt sich an der Handyaktion-nrw.
Die Sammelboxen für ausgediente Mobiltelefone finden Sie bis zum 31. August an folgenden Orten:
- im AStA der Ruhr-Universiät Bochum in SH 0/08.

Im SH 0/08 könnt ihr eure alten Handys zu folgenden Zeiten abgeben:

Montag 10-14 Uhr
Dienstag 13-14 Uhr
Mittwoch 13-16 Uhr
Donnerstag 10:30-13:30 Uhr
Freitag 9-12 Uhr


** Warum gibt es diese Sammelaktion? **
Handys enthalten wertvolle Metalle wie Gold, Silber oder Platin. Deren Abbau ist in anderen Regionen der Welt oft mit großen Problemen für Menschen und Umwelt verbunden: Große Flächen werden für ihre Gewinnung zerstört und Menschen werden vertrieben. Die Arbeit in den Minen ist häufig gefährlich, der Lohn gering und Kinderarbeit keine Seltenheit.
Umso wichtiger ist es, dass Mobiltelefone lange genutzt werden und anschließend nicht in der Schublade verschwinden, sondern fachgerecht recycelt werden. So können Rohstoffe zurückgewonnen werden und auch der illegale Export von Elektroschrott in Länder des Globalen Südens vermieden werden.

Alle gesammelten Handys werden fachgerecht recycelt oder, wenn sie noch verwendbar sind, nach einer professionellen Datenlöschung weiterverwendet. Unterstützen Sie den Datenschutz, indem Sie vor Abgabe Ihres Handys möglichst alle persönlichen Daten löschen und die SIM- und andere Speicherkarten entfernen.

Der Erlös aus dem Handy-Recycling kommt Menschenrechtsprojekten in Südafrika, der DR Kongo und den Philipinen zugute.

Informationen rund um Rohstoffabbau, Produktion und Entsorgung von Mobiltelefonen und zur Handy-Sammelaktion gibt es auf www.handyaktion-nrw.de.
Die Handyaktion-nrw wird durch das Amt für MÖWe und das Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen, Open Globe - Junges Engagement im Eine Welt Netz NRW und Südwind e.V. koordiniert - in Zusammenarbeit mit Brot für die Welt, der Vereinten Evangelischen Mission und  Die Handy-Aktion in Baden-Württemberg.

 

An welche Menschenrechtsprojekte wird gespendet?
https://handyaktion-nrw.de/spendenprojekte
Drei Projekten kommt der Erlös aus der Handysammelaktion zugute. Aktuell werden ca. 70 Cent/Handy an die Projekte weitergeleitet.

Spendenprojekt in der DR Kongo: Ein Ausbildungszentrum der Baptisten in Bukavu im Osten der DR Kongo unterstützt ehemalige Kindersoldaten, ihren Weg in das zivile Leben wieder zu finden. Die Jugendlichen erhalten eine Ausbildung und Qualifizierung, u.a. im Bau von Gitarren, sowie eine therapeutische Begleitung.

Spendenprojekt auf den Philippinen: Hilfe für Landraub-Opfer. Die Vereinte Evangelische Mission, nimmt fast 700 vertriebene Indigene auf. Die Menschen erhalten Unterkunft und Essen, eine Gesundheitsversorgung und Bildungsmöglichkeiten.
Spendenprojekt in Südafrika: 2012 erschoss die südafrikanische Polizei
34 streikende Bergleute, die für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen
gekämpft hatten. Nur der britische Minenbetreiber Lonmin ging nicht auf
ihre Forderungen ein, sondern rief die Polizei und beendete den Protest
mit Waffengewalt. Das „Massaker von Marikana" rief weltweit Empörung
hervor. Die Bench Marks Foundation, ein Partner von Brot für die Welt,
tritt dafür ein, dass Unternehmen wie Lonmin ihrer Verantwortung
nachkommen. Gemeinsam mit den Hinterbliebenen der Opfer fordert sie eine
Entschädigung. Und sie bringt die Missstände im Bergbau in die Medien.

 

Wie sicher ist das Recycling?

Die Telekom Deutschland hält im gesamten Prozess der Handy-Rücknahme hohe Sicherheitsstandards im Datenschutz ein. Sowohl bei Sammlung und Transport, als auch bei der sorgfältigen Löschung der Daten auf den gebrauchten Handys durch das zertifizierte Fachunternehmen Teqcycle GmbH setzt die Telekom auf sichere Lösungen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.

Der gesamte Rückholprozess inklusive Datenlöschung, der von dem Unternehmen Teqcycle GmbH im Auftrag der Telekom Deutschland durchgeführt wird, wurde von der DEKRA zertifiziert. Der Recyclingprozess findet bei dem zertifizierten Recyclingunternehmen Electrocycling in Goslar statt. Uns als Handy-Aktion ist es wichtig, dass alle Prozesse – die der Wiederverwertung und die des Recyclings – überwacht und zertifiziert sind.

 

Was soll ich mit dem Akku machen?

Der Akku soll in dem gebrauchten Handy bleiben, auch wenn er nicht mehr funktioniert. Bitte keine losen Akkus beilegen, da ein Kurzschluss der Kontakte zu einer Explosion führen kann.

 

Was mache ich mit dem Ladegerät?

Das Ladegerät und Zubehörteile wie Kopfhörer etc. können auch in die Sammelbox geworfen werden. Diese werden überprüft und eventuell weiterverwendet.

 

Was passiert mit den Daten bei einer Weiternutzung?

Aus der Perspektive der Nachhaltigkeit ist es sinnvoll, gebrauchte Handys und Smartphones möglichst lange zu verwenden. Vor einer Weiternutzung löschen zertifizierte Fachunternehmen in Deutschland alle Daten von den Handys und Smartphones der vorherigen Nutzer sorgfältig und nach dem höchsten Standard. Danach werden die Geräte in Europa und Asien nach den strengen Richtlinien von Teqcycle verkauft und weitergenutzt. Wichtig ist, dass nur voll funktionsfähige und komplett datengelöschte Handys weiterverkauft werden und dass vor dem Einwerfen von gebrauchten Handys in eine Sammelbox die SIM-und Speicherkarten entnommen werden. Aus Datenschutzgründen dürfen Handys, die in die Sammelbox eingeworfen wurden, nicht mehr aus den Boxen herausgenommen werden. Die Kosten für eine professionelle Datenlöschung und das Reparieren von gebrauchten Handys sind relativ hoch, daher eignen sich nur hochwertige Geräte, die noch einen echten Nutzwert haben, für den Weiterverkauf. Wer sein Gerät selbst z.B. über ein Onlineverkaufsportal verkauft, sollte nachfragen, ob die persönlichen Daten auch sicher gelöscht werden.

 

Wer bekommt das Geld für die weiterverkauften Geräte? Welcher Gewinn wird dabei gemacht? Die Telekom verdient an der Handyrücknahme nichts, sondern trägt u.a. die Kosten für das Handysammelcenter, die Sammelboxen, Logistik und das Porto für die Rücksendung. Einen Teil der Erlöse behalten die Recyclingbetriebe ein, denn das fachgerechte Recycling in dem Recyclingbetrieb und das Einschmelzen der Metalle in einer Metallhütte in Europa kosten Geld. Mit dem anderen Teil des Erlöses werden die Projekte der Handy-Aktion unterstützt. Die Erlöse sind stark abhängig von den Rohstoffpreisen. Aktuell werden ca. 70 Cent/Handy an die Projekte weitergeleitet.

 

Warum ist die Deutsche Telekom Sammelpartner?

Nach deutschem Elektroschrottgesetz sind nur Hersteller, Händler und öffentlich-rechtliche Entsorger dazu berechtigt, Althandys zu sammeln. Daher braucht die Handy-Aktion NRW einen offiziellen Sammelpartner. Die Telekom hat im Jahr 2014 zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe das System des digitalen Sammelcenters entwickelt, um Sammelboxen online bestellen und einschicken zu können. Dieses System vereinfacht uns die Sammelaktionen. Der Handy-Aktion NRW ist bewusst, dass die Telekom wie andere Wirtschaftsunternehmen im Bereich Telekommunikation, Händler (aber auch KonsumentInnen) mit dazu beiträgt, dass wertvolle Rohstoffe übernutzt werden – mit all den sozialen und ökologischen Folgen. Unseres Erachtens verfolgt die Telekom aber eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie.

So belegte die Telekom 2014 beim oekom-Branchenrating, das alle 3 Jahre stattfindet, den ersten Platz von 108 Unternehmen für ihre ökologischen und sozialen Leistungen. Auch im oekom-Nachhaltigkeitsrating von 2017 steht die Telekom auf Platz eins in der Telekommunikationsbranche. Die eigenen Endgeräte der Telekom (speedphone) tragen das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Zudem kooperiert die Telekom mit Fairphone und unterstützt dessen Aktivitäten.

Die Handy-Aktion NRW möchte weder aktiv für die Telekom werben, noch profitiert die Telekom finanziell von der Handy-Sammelaktion.