Stellungnahme zum WAZ Artikel „Rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ ist an der RUB aktiv"

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Stellungnahme des allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Ruhr-Universität Bochum zum WAZ Artikel „Rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ ist an der RUB aktiv“


Der AStA der Ruhr-Universität Bochum musste mit Bedauern feststellen, dass in dem oben genannten Artikel, veröffentlicht am 18.01.2018 um 19:17 Uhr auf dem Internetportal der „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ.de), die Meinung und Intentionen des AStAs verzerrt widergespiegelt werden.
Wir distanzieren uns strikt von jeder Form rechtsextremen Gedankenguts, kongruent zu den Beschlüssen des amtierenden Studierendenparlaments. In keiner Form möchten wir rechtsextremen Gruppen die Möglichkeit bieten, auf dem Campus Fuß zu fassen und sich zu verbreiten. Als AStA arbeiten wir aktiv daran, einen kulturell vielfältigen, weltoffenen und sicheren Campus zu erhalten.


Der Hintergrund: Simon Lambertz, Vorsitzender des AStAs, wurde telefonisch von der WAZ interviewt. Themen waren die Präsenz der sogenannten Identitären „Bewegung“ (IB) und der „Jungen Alternative“ auf dem Campus, Vorträge des AStA-Referats für politische Bildung (PoBi), Umgang und Maßnahmen des AStAs und selbstverständlich auch die Projektstelle „RUB BEKENNT FARBE“. Der Anlass waren die Sticker und Flyer, die, wie berichtet, auf dem Campus der RUB aufgetaucht sind, sowie der Vortrag des PoBi vergangene Woche zur sogenannten IB.
Während des Interviews hat der AStA-Vorsitzende auch seine persönliche Meinung mit in die Antworten einfließen lassen und es dabei versäumt, seine persönlichen Standpunkte von denen des AStAs klar zu differenzieren. So wird in dem Artikel die Aussage „AStA sucht den Dialog“ als Absatzüberschrift verwendet und suggeriert später, dass der AStA bereit wäre, sich mit VertreterInnen der sogenannten IB zum Dialog zu treffen. Diese Aussagen sind falsch!


Hierbei handelt sich um die persönliche Meinung von Simon Lambertz. Das ist im Artikel nicht eindeutig zu erkennen. Wir kritisieren es aufs äußerste, dass die Grenzen zwischen persönlicher Meinung und seiner Funktion als AStA-Vorsitzender dort verwischt worden sind.
Wir finden es schade, dass nicht alle angesprochenen Themen in dem Artikel der WAZ untergebracht werden konnten. Eine vollständigere Zusammenfassung des Interviews hätte sicherlich Missverständnissen vorgebeugt. Auch wenn der AStA Verständnis dafür hat, dass nur ein Teil des Telefoninterviews mit dem AStA-Vorsitzenden in dem Artikel übernommen wurde, müssen wir beklagen, dass durch die gesonderte Darstellung der Kontext des Gesagten teilweise verloren gegangen ist.


Wir möchten mit Nachdruck klarstellen, dass der AStA der Ruhr Universität Bochum jetzt und auch in Zukunft in keiner Weise den Dialog mit der „Identitären Bewegung“ oder der „Jungen Alternative“ sucht. Anderslautende Aussagen diesbezüglich sind falsch.