RUB bekennt Farbe

Das Kooperationsprojekt zwischen dem AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) und dem Rektorat der Ruhr-Universität Bochum "RUB bekennt Farbe" (RbF) steht für Vielfalt, Toleranz und Dialog. Mittels den diversen Veranstaltungen bietet RbF die Möglichkeit die gelebte Pluralität am Campus zu entdecken und mitzuerleben. Damit setzten die VertreterInnen der Studierendenschaft und das Rektorat ein Zeichen gegen Rassismus und für das kulturelle Miteinander: "Menschlich, weltoffen, leistungsstark."

 

Winterprogramm 2015/2016

Kampagne: Wir bekennen Farbe

 

Der Campus ist bunt! Hochschulangehörige sprechen sich auf bunten Plakaten für Vielfalt an der RUB aus. 40 Einzelpersonen und Gruppen der RUB – von der Studentin über den Personalrat bis hin zu Rektor Axel Schölmerich – zeigen ihr Gesicht auf den 1.500 Plakaten. Die Teilnehmer stehen für ein tolerantes Miteinander an der RUB.

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Demo: Bochum gegen Rechts

Für 05. September 2015 rief ein breites Bündnis aus Bochum zu einer Demonstration gegen Rechts auf. Anlass war neben den erschreckenden Gewalttaten von Rechts-Extremen in ganz Deutschland auch eine Kundgebung der "Alternative für Deutschland" (AfD) mit Frauke Petry in Bochum. Zum Demoaufruf hier.

05. September // 10:00 - 13:00 Uhr // Ecke Huestrasse & Kortumstrasse

 

Mahnwache: Verabredung zum Frieden

Am 19. Novemeber 2015 luden "RUB bekennt Farbe" und das Kulturreferat des AStA zu einer Mahnwache für den Frieden auf unserem Campus ein. Nach den Anschlägen von Paris haben wir uns für die Werte der Gleichheit, der Würde, der Freiheit und der Menschlichkeit solidarisiert. Die Gernika-Reproduktion wurde dabei für kurze Zeit zur "Klagemauer" für unsere Wünsche und Gebete.

19. November // ab 17:00 Uhr // Nordforum


Fortbildung: Umgang mit traumatisierten Asylsuchenden 


Viele Studierende der RUB engagieren sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. "Rub bekennt Farbe" und "PlanB Ruhr e.V." bieten daher eine Fortbildung an, wie Ehrenamtliche mit traumatisierten Flüchtlingen umgehen können. Dabei wird nicht nur besprochen, auf welche persönlichen Ressourcen die HelferInnen zurückgreifen können, sondern ebenso über mögliche Grenzen. Mit Birgit Bothe (Dipl. Heilpädagogin, Dipl. Sozialpädagogin und Inklusionscoach)

20. Jan - 22. Jan // jeweils 10:00 - 13:15 Uhr // Blue Square

 

Rund um den Islam

"Der Islam" hat einen denkbar schlechten Ruf. Gründe dafür sind anhaltende Krisen in einigen islamischen Ländern, die immerwährende Debatte über „integrationsunwillige“ muslimische Migranten und vor allem die Angst vor Terroranschlägen. Auch wenn seriöse Medien auf deutliche Unterscheidungsmerkmale zwischen dieser Weltreligion und ihrer extremistischen, nämlich „islamistischen“ Variante hinweisen, werden diese in der öffentlichen Debatte kaum noch wahrgenommen. Der Dipl.-Soz.-Wiss. Günter Semmler geht den historischen wie soziologischen Wurzeln des "Islamismus" nach.

01. Feb 2016 // 19.00 - 21:00 Uhr // Kulturcafe

 

Alltag unter dem Hakenkreuz. Bochum im Faschismus

Die historische Stadtführung durch Bochum will einen Einblick über den Alltag unter dem Hakenkreuz geben. Zahlreiche Orten in der Innenstadt berichten, wie den Nazis die Macht übergeben wurde, wo sie ihre Massenaufmärche abhielten, wie Terror, Verfolgung und Vernichtung ihrer politischen Gegner und der Bochumer Juden möglich war. Mit Wolfgang Dominik (Vorstand VVN-BdA)

12. Feb 2016 // 14.00 - 16:15 Uhr // Treffpunkt auf dem Ratshausplatz an der Glocke

  Impressioen vom Stadtrundgang

 

 

Jüdisches Leben in Bochum


Die historische Stadtführung durch Bochum will einen Einblick in jüdisches Leben vor, während und nach dem Faschismus in Bochum geben. Was wusste die Mehrheitsgesellschaft vom Schicksal ihrer Mitbürger*innen? Welche politischen und religiösen Vorurteile haben zum antisemitischen Terror geführt? Warum gab es so wenig Widerstand? Mit Wolfgang Dominik (Vorstand VVN-BdA)

02. Apr 2016 // 14:00 - 16:15 Uhr // Treffpunkt auf dem Ratshausplatz an der Glocke

 


Sommerprogramm 2015

 

Schnitzeljagt zum RUB-Picasso - 05. Mai 2015

 

Aktion zur Erinnerung an die Zerstörung der spanisch-baskischen Stadt Guernika vor 78 Jahren gemeinsam mit den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) Ruhrgebiet. Die Universität hat dem Gedanken an die Bombadierung Gurenikas ein exponierter Stelle einen Raum gegeben. Leider war den meisten Studis die Reproduktion von Picassos Guernika bisher nicht bewusst. Die Aktion hat über Guernika aufklären und die Hoffnung ausdrücken, dass dank der Europäischen Gemeinschaft ein Krieg in Europa nicht mehr möglich ist.


Vortrag „Mädchen und Frauen in der rechten Szene“ - 05. Mai 2015

 

Seit einigen Jahren treten Frauen in der männer-dominierten Neonazi-Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene durchzusetzen.Gestützt auf Insiderinformationen gibt die ausgewiesene Kennerin des rechtsextremen Milieus Andrea Röpke einen Einblick in das Innenleben dieser Szene.


Diavortrag „Im Bann des Fremden“ - 19. Mai

 

Der Referent untersucht an exemplarischen Bildbeispielen die Stigmatisierungsmuster, die dem Konstrukt »Zigeuner« zugrunde liegen und die bis heute wirksam sind. Dabei geht es immer auch um die konkrete Verwendung der Fotographien und um ihre gesellschaftlichen Funktionen. Frank Reuter arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.


Interkultureller Slamworkshop - 06. bis 08. Mai

 

Der Slamworkshop soll Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe im Rahmen eines Poetry-Slams zusammenführen und konkrete Fragestellungen, z.B. nach der Identifikation im Ruhrgebiet, nach der räumlichen Gestaltung, nach neuen und alten Identifikationsmöglichkeiten aufwerfen. Theresa Hahl ist seit 2009 aktiver Teil der deutschsprachigen Spoken-Word Szene, gibt Schreibworkshops und setzt sich innovativ mit der Inszenierung des gesprochenen Wortes auseinander. Sie ist außerdem Trägerin des Weidener Literaturpreises.


Vortrag „Wo sich Islamfeinde irren“ - 15. Juni

 

Die europäischen Islamfeinde betreiben eine aktive Geschichtspolitik, indem sie ein Gegeneinander von „christlich-jüdischem Abendland“ und der „islamischen Welt“ als historische Auseinandersetzung konstruieren. Der Vortrag greift drei Thesen der Islamfeinde auf und will zeigen, dass die islamische Ideengeschichte sehr wohl eine Aufklärung durchlaufen hat, demokratisches Geistesgut beinhaltet und, dass viele islamische Länder ganz natürlich Teil der europäischen Politik waren. Simon Hartmann hat einen Bachelor in Geschichte und ist spezialisiert in der islamischen Philosophie und Osmanischen Geschichte.


Vortrag „Vorurteil versus Ideologie, Disposition versus Situation“ - 30. Juni

 

In der Annäherung an die Täter von staatlicher Verfolgung und Völkermord wird häufig nach dem „Wendepunkt“ gefragt, an dem im „normalen“ Menschen die Fähigkeit hervortritt zur entmenschlichenden, radikalen, sich in der Radikalität wiederholenden tötenden Gewalt. Situationale Aspekte (Gruppendruck) werden gegenüber politischen Aspekten (Weltanschauung, Ideologie) gewogen, historische gegenüber soziologischen, sozialpsychologische gegenüber individualpsychologischen Überlegungen. Dr. Kristine Platt ist  Sozialpsychologin und Sozialwissenschaftlerin und arbeitet als stellvertretende Leiterin am Instituts für Diaspora- und Genozidforschung Bochum.